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Neu-Ulm A-Z
Allgemeine Infos:
Die Gemeinde Neu-Ulm, GKSt gehört zu Neu-Ulm in Bayern.
Die Postleitzahl lautet 89231.

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Neu-Ulm.Geschichte.

Das rechtsseitige Donauufer gehörte bis 1802 zur freien Reichsstadt Ulm und wurde vielseitig genutzt. Der westliche Teil der in der Donau gelegenen Insel war ein Vorwerk der Ulmer Stadtbefestigung und sicherte den Donauübergang. Ihr östlicher Teil, der Schwal, diente als Floss- und Schiffsgelände. Am Donauufer westlich der Insel lagen die Werkstätten der Ulmer Schiffleutezunft, die Schopperplätze. Dort wurden die Ulmer Schachteln gebaut. Neben den Gebäuden der Ulmer Schützen, den Schiesshäusern, befanden sich auf dem Gebiet des heutigen Stadtkerns Gärten von Ulmer Bürgern. An die Gärten schloss sich ein schmaler Bereich von Ackerland an, der ins Ulmer Ried mit seinen Weideflächen überging.Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in Ulm aus. 1802, noch vor der Verkündung des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit und wurde dem Kurfürstentum Bayern eingegliedert. 1810 wechselte die Hoheit über die Stadt Ulm vom Königreich Bayern zum Königreich Württemberg. Die Grenzziehung erfolgte dabei in der Mitte der Donau. Dabei blieben die Insel und die Besitzungen Ulms auf der gegenüberliegenden Seite der Donau, flussabwärts gesehen die rechte Seite, bei Bayern. Zunächst bestand der Ort aus ein paar Gärten, Höfen, Wirtshäusern und dem Dorf Offenhausen. Anfangs meldete man sich denn auch noch mit Ulm am rechten Donauufer. 1814 wurde der Name Neu-Ulm erstmals aktenkundig vermerkt. Bis zu den 1830er Jahren hatte sich ein kleiner Siedlungskern ausgebildet.Der Aufschwung kam erst einige Jahrzehnte später in Gang: 1841 beschloss die Frankfurter Bundesversammlung den Bau der Bundesfestung Ulm mit einem Brückenkopf auf bayerischer Seite. Auf Betreiben König Ludwig I. wurde die Ortschaft Neu-Ulm in die Festung einbezogen. Von 1844 bis 1857 entstanden die ausgedehnten Festungsanlagen, auf bayerischer Seite nach Plänen von Festungsbaudirektor Major von Herdegen und dessen Nachfolger Ingenieurmajor Theodor Ritter von Hildenbrandt. Der geschlossene innere Ring (Enceinte) wurde als halbes Achteck mit vier geraden Fronten ausgeführt. Zudem wurden drei vorgelagerte Festungswerke erbaut: Werk 12 Schwaighofen, Werk 13 Ludwigsvorfeste und Werk 14 Illerkanal. Neu-Ulm wurde Garnison, es rückten das 12. Infanterieregiment Prinz Arnulf, sowie Chevauxlegers und Fussartillerie ein. 1853 wurde Neu-Ulm an die Bayerische Maximiliansbahn nach Augsburg angeschlossen. Nach Fertigstellung der Eisenbahnbrücke über die Donau wurde die Bahnlinie 1854 nach Ulm verlängert und so mit dem Schienennetz der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen verbunden. 1857 erhielt der Ort ein Stadtwappen. Von 1857 bis 1860 wurde die katholische Kirche St. Johann Baptist in neuromanischem Stil erbaut. Die evangelische Kirche wurde von 1863 bis 1867 in neugotischem Stil errichtet. Beide wurden als Backsteinbauten ausgeführt. Während der 1860er Jahre wurden zahlreiche Militärbauten errichtet. Dazu zählen die Zwölfer-Kaserne (1866), die Cheveauleger-Kaserne (1867) und das Garnisonslazarett (1868). 1869 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts durch König Ludwig II..1885 wurde der Jurist Josef Kollmann erster Bürgermeister. Es begann der Aufbau der kommunalen Einrichtungen, die Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt waren. 1887 wurde das städtische Krankenhaus errichtet, 1889 das Schlachthaus. 1891 wurde Neu-Ulm zur Stadt erster Klasse erhoben und damit kreisfrei. Ab 1897 verband eine Strassenbahnlinie die Bahnhöfe von Ulm und Neu-Ulm. 1900 wurde die Wasserversorgung durch die Inbetriebnahme des Wasserturmes, dem Wahrzeichen der Stadt, gesichert. 1906 durften endlich die Festungsmauern durchbrochen werden. Neu-Ulm konnte sich ausdehnen. 1907 wurde freies Gelände im Südosten des Stadtgebiets mit einem Industriegleis erschlossen. Durch Ansiedlung von Fabriken entwickelte sich daraus das Neu-Ulmer Industriegebiet. 1908 wurde Offenhausen (wieder) eingemeindet. Bei der Entfestigung 1909/1910 wurden die Festungsanlagen von der Bahnhofstrasse bis zum Augsburger Tor geschleift. Auf den frei gewordenen Flächen wurden die Zentralschule und Wohnhäuser gebaut. Das Augsburger Tor und der Donauanschluss blieben erhalten. Vor dem Tor entstand stadtseitig ein Platz, der den Namen Augsburger-Tor-Platz erhielt. 1912 wurde die neue Donaubrücke, die Gänstorbrücke, eingeweiht. Sie dient als direkte Verbindung zwischen den östlichen Stadtteilen von Neu-Ulm und Ulm und entlastete dadurch die Herdbrücke.Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Garnison Neu-Ulm aufgelöst. 2.500 Verbraucher der ehemaligen Garnison fielen weg. Dies erforderte für die einseitig auf das Militär ausgerichtete Wirtschaft Neu-Ulms eine Neuorientierung. Binnen weniger Jahre hatte Neu-Ulm den Verlust der Garnison verkraftet. Es ging spätestens ab 1925 kontinuierlich aufwärts, waren doch schon im 19. Jahrhundert durch Bürgermeister Kollmann die Weichen für den Aufbruch ins Industriezeitalter gestellt worden. Die bayerische Seite hatte gegenüber dem württembergischen Ulm eine weit bessere Versorgungslage in allen Belangen, kam allenfalls in Schwierigkeiten durch das württembergische "Hamsterwesen". (Damals kostete ein Ei in Neu-Ulm neun Pfennig weniger als in Ulm, ein Liter Milch war in Neu-Ulm um 16 Pfennig billiger zu haben.) Neu-Ulm überstand den politischen Umbruch nach dem ersten Weltkrieg mit dem Übergang zur Republik relativ problemlos, ebenso die Einquartierung Hunderter von Flüchtlingen. 1919 und in den Folgejahren überstieg die Nachfrage nach ausgebildeten Handwerken stets die Zahl der Stellengesuche. Nach 1920 schnellte die Zahl der Industrie-Ansiedlungen schlagartig nach oben. Plötzlich wirkte sich der Abzug der Soldaten sogar positiv aus. Frei werdende Gelände, die zahlreich vorhandenen Gleise und fast unbeschränkte Erweiterungsmöglichkeiten übten eine grosse Anziehungskraft aus. Die Stadtspitze (Oberbürgermeister Nuissl) wusste die Chancen zu nutzen. Die Bevölkerung wuchs weiter, der wirtschaftliche Umbruch wurde bewältigt. Neu-Ulm war eine wohlhabende Stadt.In den 1930er Jahren wurde Neu-Ulm wieder Garnison. An der Ecke Reuttier-/Finninger Strasse entstand ab 1934 die Reinhardt-Kaserne. Dort wurde das Pionierbataillon 45 stationiert. An der Memminger Strasse entstand ab 1936 die Ludendorff-Kaserne. Dort wurden Teile des 5. Artillerie-Regimentes stationiert. Für beide Kasernenbauvorhaben hatte sich die Stadt heftig beworben. 1937 übernahm die Luftwaffe den Flugplatz im Ortsteil Schwaighofen und baute ihn zu einem Einsatzhafen II. Ordnung aus.Zwischen den beiden Weltkriegen musste sich Neu-Ulm nachdrücklicher Eingemeindungsbestrebungen von Seiten Ulms erwehren. Es war dem Geschick des langjährigen Oberbürgermeisters (1919 bis 1945) und späteren Ehrenbürger Neu-Ulms Nuissl zu verdanken, dass der Nazi-Oberbürgermeister Ulms, Friedrich Foerster, selbst mit ideologischer Argumentation ("der Fortbestand des gegenwärtigen Zustands hat im nationalsozialistischen Staate jeden Sinn verloren") scheiterte. Die wirtschaftliche Entwicklung Neu-Ulms reizte die Ulmer zum Annektieren und Wiedervereinen. Der bürgerlich-konservative, offensichtlich von vielen konkreten Erscheinungsformen nationalsozialistischer Praxis angewiderte Nuissl taktierte und antichambrierte so erfolgreich, dass Neu-Ulm selbständig blieb. So heisst es aus Ulmer Sicht in der Schlussbemerkung einer "zusammenfassenden Darstellung" zum Verhältnis Ulm/Neu-Ulm vom 10. Juli 1948 unter anderem: "Zu allen Zeiten hat Neu-Ulm verstanden, aus Ulm herauszuholen, was nur möglich war. Das war schon während der Zeit Kollmanns so und erst recht, während der Zeit Nuissls."Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde Neu-Ulm immer häufiger Ziel von Luftangriffen. Die Grossangriffe vom 1. und 4. März 1945 und die folgenden Flächenbrände zerstörten die Innenstadt weitgehend. Am 25. April 1945 besetzten Kampftruppen der 3. US-Armee Neu-Ulm. Die Stadt stand vor einem kompletten Neuanfang - fast 80 Prozent der Gebäude waren zerstört und alle Brücken über die Donau gesprengt. Viele Flüchtlinge fanden in Neu-Ulm eine neue Heimat. Überlegungen für einen völligen Neubau der Stadt wurden fallen gelassen. Es fehlten die Mittel, und es widerstrebte schwäbischem Geist, sich beim Wiederaufbau nicht an das Gegebene zu halten.1951 rückten wieder Soldaten in die Stadt: die US Army. Aus der Reinhardt-Kaserne wurden die Nelson-Barracks und aus der Ludendorff-Kaserne die Wiley-Barracks. Von 1952 bis 1956 wurde für die Soldaten und ihre Angehörigen an der Ringstrasse ein Wohngebiet erbaut, die Vorfield Housing Area. 1983 wurden auf dem Areal der Amerikaner Pershing-II-Raketen stationiert, samt den dazugehörigen atomaren Sprengköpfen. Neu-Ulm war das eine Ende der Menschenkette, mit der tausende Friedensdemonstranten gegen die Stationierung protestierten. Fast 40.000 Menschen wurden beim abschliessenden Protest-Konzert auf dem Volksfestplatz in der Nähe der Wiley-Kaserne gezählt.Im Zuge der Truppenreduzierung nach Ende des Kalten Krieges wurde die US-Garnison 1991 abgezogen. Der Abzug der Amerikaner machte Neu-Ulm wieder militärfrei und hatte ähnliche Folgen wie der Verlust der Garnison nach dem Ersten Weltkrieg, sowohl in wirtschaftlichem Sinne als auch durch die Hinterlassenschaften. Arbeitsplätze (Zivilbedienstete) und Konsumenten fielen weg, ganze Wohnsiedlungen (Vorfeld) wurden frei. Dies eröffnete Möglichkeiten, barg aber auch Gefahren. So hatte das schnelle Zuweisen der früheren Soldatenwohnungen vor allem an Aussiedler (aus der früheren Sowjetunion) zur Folge, dass in bestimmten Bereichen (zum Beispiel im "Vorfeld") soziale Brennpunkte entstanden.1999 war Neu-Ulm stark vom Pfingsthochwasser betroffen, als Iller und Donau die gesamte Innenstadt westlich des Marktplatzes überfluteten. Das erst ein Jahr vorher eröffnete Atlantis-Freizeitbad versank ebenfalls in den Fluten. Die Stadt baut seit einigen Jahren an einem verbesserten Hochwasserschutz.-Kaserne wird zum neuen Neu-Ulmer Stadtteil Wiley und beherbergt nun Wohn- und Gewerbeflächen. Ein Teil der Kasernengebäude bleibt erhalten - die Offiziersunterkünfte werden als Studentenwohnheime genutzt. Ausserdem entstand im Wiley der Neubau der Hochschule Neu-Ulm. Der erste Spatenstich fand 2006 statt.Durch den im November 2007 fertiggestellten Umbau des Bahnhofs Neu-Ulm (Projekt Neu-Ulm 21) steht nach der Ausrichtung der Landesgartenschau 2008 eine unbebaute Fläche von etwa 18 ha zur städtebaulichen Entwicklung der Neu-Ulmer Innenstadt zur Verfügung. Auf den der Innenstadt zugewandten Flächen nördlich der Bahn soll bis Ende 2010 das Einkaufszentrum Glacis-Galerie mit rund 25.000 m² Verkaufsfläche entstehen. Die Flächen südlich der Bahn werden für innenstadtnahen Wohnungsbau genutzt.Neu-Ulm war eine kreisfreie Stadt, bis es am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit dem Landkreis Neu-Ulm zusammengefasst und zur Grossen Kreisstadt erhoben wurde.

Quellenangabe: Die Seite "Neu-Ulm.Geschichte." aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 5. März 2010 09:51 UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.

Neu-Ulm.Geschichte.Religionen.

Neu-Ulm und seine Stadtteile sind vorwiegend katholisch (~ 39 %), jedoch gibt es einen hohen evangelischen Anteil (~ 23 %) an der Bevölkerung. Daneben existieren nennenswerte freikirchliche Gemeinden, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, sowie kleine islamische und christlich-orthodoxe Minderheiten.[2]. Das als Zentrum der Szene geltende Multikulturhaus wurde Ende 2005 vom bayerischen Innenministerium geschlossen.[3][4]

Quellenangabe: Die Seite "Neu-Ulm.Geschichte.Religionen." aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 5. März 2010 09:51 UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.


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